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Montag, 5. November 2012

Thanksgiving


Dundas Square
Oh jee ich hab lange nicht geschrieben. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen ich hatte einfach nie wirklich Zeit, denn einen Blog Eintrag zu schreiben nimmt immer einige Stunden in Anspruch. Andererseits ist es aber auch nicht so einfach über Alltägliches zu berichten, wenn keine besonderen Vorkommnisse sind. In Zukunft werde ich wahrscheinlich nur einmal im Monat schreiben. Für alle, die nicht nachschauen wollen obs was Neues gibt und kein Facebook haben: links oben auf dieser Seite gibt es die Möglichkeit eine EMail zu erhalten wenn ich wieder was poste (Follow by Email). 
Pie! ein tolles Foto von Maria
Thanksgiving
So nun aber wieder zurück zu den Geschehnissen des vergangenen Monats. Thanksgiving ist in Kanada am zweiten Montag im Oktober und somit haben auch wir am 8. Oktober Thanksgiving gefeiert. Sidsel hat dafür ihr Bachelorappartment zur Verfügung gestellt und Rasmus, Maria, Jacob, Sidsel und ich haben jeweils was zum Essen beigetragen. Die Hauptlast lag dabei auf Sidsel und Rasmus, die einen fast 20 kg scheren Truthahn zubereitet haben sowie ein Reisgericht mit Cashewkernen und Cranberries und außerdem noch Kartoffelpüree mit gebratenen Pilzen und Bacon. Jakob und ich haben jeweils zwei Pies gebacken. Er Minced Meat Pumpkin Pies und ich Pecan Pies. Der Abend war super auch wenn es mit 18 Leuten in Sidsels Wohnung etwas eng wurde. Vom Truthahn blieb genug übrig um am nächsten Tag im kleinen Kreis noch mal ein Reste Essen zu veranstalten.

Nachtleben mit Maria, Sidsel und Ivana
Wie schon angedeutet sind wir inzwischen eine kleine eingeschworene Gruppe mit der ich auch an den Wochenende immer was unternehmen kann und abends weggehen. Wenn wir Freitags oder Samstags in einen Club wollen ist es schon fast Tradition vorher in Rhinos Bar and Grill auf der Queensstreet West noch was zu trinken und gegen 23 Uhr in einen Club zu ziehen. Davon gibt’s viele entlang der Queensstreet und es ist für jeden Geschmack was dabei. Während der Woche treffen wir uns aber auch mal gerne auf ein Bier bei Maria oder Sidsel und schmieden Pläne fürs Wochenende oder Weihnachten.
Rasmus beim Electro


Sidsel, Maria, Ivana, Melissa und ich werden über Neujahr für 10 Tage nach New York fahren. Wir haben ein Appartment gemietet und da wir einige andere internationale Studenten kennen, die Über Silvester in New York sein werden könnten wir unsere eigene Silvester Party veranstalten.

Oktoberfest mit Julia
Vorletzte Woche war ich auf eine Oktoberfest Mottoparty eingeladen. Fabian und Petra gehen auch auf meine Uni, wohnen aber in der Stadt und ihr ganzes Haus hat diese Party veranstaltet. Wow ich hab noch nie so viele Deutsche auf einem Haufen in Torotno gesehen. Als wir gegen 23:30 nach einem aufwärm Bierchen im Pub beim Haus ankamen waren von ca 40 Gästen 15 Leute deutsche. Die Kanadier scheinen bisher immer in der Unterzahl zu sein, aber das liegt vielleicht auch an dem Kreis von internationalen Studenten. Die meisten Anwesenden waren also Europäer. Um den Motto gerecht zu werden hab ich mir sogar extra ein 0.5l Bierglas gekauft (Pint Gläser sind ja nur 0.4) und extra Weißbier besorgt.
Kwei, John und Christian mit dem neuen Bird
Leider fand die Party an einem Donnerstag statt (Freitags haben die meisten Studenten keine Kurse weshalb Donnerstag ein beliebter Ausgehtag ist) und die Tatsache, dass ich dank Taxi kurz nach 4 Uhr morgens daheim war machte mir am Freitag noch etwas zu schaffen. Mein Prof Christian hatte nämlich während der Woche 4 Besucher und am Freitag erwarteten wir John seinen Techniker und einen japanischen Wissenschaftler (Kasu), der sich seinen neuen EM-Bird anschauen wollte. Ich musste also um 10 Uhr wieder putzmunter in der Uni stehen und unseren Gästen hallo sagen. 
Kwei war wirklich begeistert
Zum Glück war Kasu so glücklich über seinen neuen Bird, dass keinem auffiel wie müde ich war. John hat den Bird für ihn gebaut und Kasu möchte gerne, dass Christian ihn mit ihm testet und ihm zeigt wie alles geht. Das ist ein großer Vorteil für mich, denn ich darf mit dem Bird im November Helikopter Testflüge machen im Februar für Testmessungen mit nach James Bay kommen. Dieser Freitag war wirklich super anstrengend gewesen, denn unabhängig vom Besuch musste ich einen Brief für den Antrag eines Reisestipendiums verfassen. Im April nächsten Jahres werde ich für 3 Wochen in die Arktis reisen. Nach Resolute Bay und dann weiter nach Alert. Da die Reisekosten ziemlich hoch sind helfen alle zusätzlichen Gelder die ich kriegen kann. Freitag war ich also direkt mal bis 7Uhr abends im Büro. Inzwischen hab ich aber wenigstens das Gefühl, dass ich wirklich arbeite, auch dank meines neuen Computers, und fühle mich super wohl mit meinen Büronachbarn. 

Herbst in Toronto
Am Samstag war ich zusammen mit John, seiner Frau und Kasu bei Christians Familie zum Essen eingeladen. Christians Frau hat Pizza gebacken worüber sich vor allem Christians Kinder (2 Töchter 18 und 15 Jahre und 1 Sohn 10 Jahre) gefreut haben. Das war eine sehr nette Runde, vor allem da ich mich auch so gut mit John und seiner Frau verstehe, die mich später bei der UBahn rausgelassen haben. Ich bin dann mal wieder in die Stadt zum Rhinos gefahren um mich mit den andern zu treffen. War aber von Donnerstag noch viel zu müde und bin dann bald heim. Die Stadt brodelte schon vor lauter Halloween Stimmung, denn das Wochenende vor Halloween wird zumindest von den feiernden Massen genauso zelebriert wie Halloween selber. 

Queensstreet
Sonntag hatte Anna, die ich vom Studium aus Frankfurt kenne, einen stop-over am Pearson International Airport. Die Zeit hat grade gereicht um mit ihr für eine Stunde die Gegend rund um Kensington Market zu besuchen. Trotzdem war es sehr nett und interessant zu hören wie es ihr so ergeht. Anna ist für ihren Master nach Bremen gezogen und macht inzwischen ihre Doktorarbeit in Zürich. Anscheinend sind in der Schweiz die Mietpreise noch höher als in Toronto so, dass sie sich auch mit einem kleinen Zimmer begnügen muss. Da geht’s mir hier doch etwas besser.

Halloween mit Shah (links) und Amy (rechts)
Mittwoch war dann tatsächlich Halloween und dank Julia, die mir das Kostüm besorgt hat hab ich mich an dem Abend als Pirat unter die Leute gemischt. Gestartet hab ich den Abend mit der Halloween Party in meinem Institut gegen halb 7. Später sind wir mit ca 10 Leuten weiter in den nächst gelegenen Pub gezogen. 
ab in den Pub
Da es ja Mittwoch war sind aber alle so gegen 22 Uhr heim gegangen. Ich wollte aber den angefangenen Abend noch nicht beenden und bin mit Julia und ihren Freunden noch zur Chuchstreet Parade gefahren. Die Churchstreet liegt im Gay-Viertel von Toronto und wird an Halloween von verkleideten Heerscharen bevölkert. UH da gabs so einiges zu sehen und vor allem als Frauen verkeidete Männer haha. Sind dann später auch in einen der Clubs an der Straße. 

PAKETE
Am Freitag war mein Geburtstag. Vielen Dank für die ganzen Glückwünsche und Paket und Briefe. Die Vorfreude war schon unerträglich geworden weil im Laufe der Woche die Pakete angekommen waren, aber ich habs ausgehalten und dann Freitag morgen genüsslich eins nach dem andern ausgepackt. Danke für Unmengen an deutscher Schokolade (hier ist Schokolade einfach zu süß), Plätzchen, Sauerteig Ansatz und Hefe zum backen und Fotos. Im Büro gings dann weiter mit Duschgel von Amy und einer netten Frühstücksüberraschung mit Kakao mit Gebäck von Ivana und Zizi. Julia hat mir Cocktailgläser geschenkt damit wir endlich ordentlich Martini trinken können. Abends hatte ich zusammen mit Sofia, die einen Tag vor mir Geburtstag hatte, unsere Freunde in einen Pub eingeladen. Gegen 24 Uhr war aber Schluss vor allem weil ich zusammen mit Pablo, Jakob, Rasmus und Ivana am Samstag einen Ausflug geplant hatte. 
Ivana, Rasmus und Pablo konnten dem Essen nicht wiederstehn
Samstagmorgen bin ich also früh aufgestanden um den Mietwagen zu holen und kurz nach 8 hab ich dann alle anderen eingesammelt. HAHA das ging natürlich mal wieder nicht ganz reibungslos über die Bühne, denn Ivana hatte trotzdem verschlafen. Ursprünglich wollten wir am Samstag nach Ottawa fahren aber da es dorthin 5Stunden fahrt sind und wir das Auto nur einen Tag hatten sind wir stattdessen auf meinen Vorschlag hin lieber durch Südontario gefahren. Erster Stop war St. Jacobs (früher Jacobsstettel) ein kleiner Ort in Mitten von Mennonite Country (1200 einwohner). 
Farmers Market St. Jacob
Die Mennoniten sind geschichtlich eng mit den Amish verbunden und die Geschichte der hier lebenden Monnenoniten lässt sich auf die deutsch – schweizerische Region bis 1520 zurück verfolgen. In ST, Jacobs waren wir beim Farmers Market und an manchen Ständen waren Mennoniten in ihren Trachten zu sehen (sehen so aus wie Amish). Auf der Straße haben wir auch eine ihrer Kutschen gesehen und es gibt Straßenschilder welche Spuren für die Kutschen ausweisen.
Von St. Jacobs sind wir weiter gefahren nach Stratford. Auf dem Weg nach Stratford konnten wir das Farmland der Mennoniten und endlos viele kleinen Farmen sehen. In der Umgebung gibt es viele kleine Orte mit Deutschen Namen wie Heidelberg, Baden und New Hamburg. 
mit Pabl und Ivana in Stratford
Stratford ist ein 30000 Einwohner Städtchen, das mit seinen vielen Parks und Stadthäusern aus dem 19. Jahrhundert einen britischen Charme hat. Eigentlich ist es bekannt für sein Shakespeare Festival aber das ist leider im Sommer. Wir haben uns also mit einem kleinen Rundgang durch die Innenstadt und dem nächstgelegenen Park begnügt. 
die klassische Cola
Da Jacob und ich nicht auf dem Farmers Market gegessen hatten mussten wir uns was zum Mittagessen suchen. HAHA wie entschieden uns für einen Laden der den anderen die Haare zu berge stehen ließ. Es war niemand drin und die Lichter aus, aber da es so einen Flair hatte wie ein Kaffe der 50ger Jahre (mit Tischen und Bänken die fest montiert sind entlang einer Reihe. Es passen immer nur 4 Leute an einen Tisch) wollte ich einfach sehen ob es offen ist. Es begrüßte uns ein altes Ehepaar. 

Lake Huron
Beide konnten kaum noch was hören und die Frau, die uns bediente, hatte vielleicht noch 4 Zähne. Jacob und ich haben aber mutig eine Cola und Fish and Chips bestellt. Fish and Chips wurden dann komplett frisch zubereitet und die Chips bestanden aus frisch frittierten kleingeschnittenen Kartoffeln. Über das Essen kann man also nicht meckern aber trotzdem war es ein Erlebnis denn ich denke dass quasi nie jemand dort überhaupt noch reingeht. 
zu kalt um durch die Pinienwälder und Dünen zu wandern
Irgendwie hatte es etwas Bedrückendes denn vor 50 Jahren war das bestimmt mal ein beliebter Treffpunkt. Wären wir nicht zu nett, hätten wir sogar mit Gewinn aus dem Laden wieder rausgehen können denn beim Bezahlen gab die Wirtin Jacob 17 Dollar mehr zurück als er ihr gegeben hatte.
Von Stratford sind wir dann weiter gefahren an den Lake Huron im Ferien Ort Grand Bend. Leider war das Wetter inzwischen sehr schlecht und es regnete in Strömen. Trotzdem wagten wir uns aus dem Auto zum Strand und als die Sonne durch die Wolken brach wurden wir mit einem Regenbogen belohnt. Wir haben es aber nicht sehr lange ausgehalten, da es inzwischen auf 2°C abgekühlt war. Nächster und damit letzter Stop für den Tag war die Stadt London. Hier sind wir noch etwas durch die Innenstadt getingelt haben und nach  dem Essen sind wir dann wieder zurück nach Toronto gefahren. 
London bei Sonnenuntergang

Es war ein sehr schöner Ausflugstag und wirklich mal nötig die Umgebung von Toronto zu erkunden. Da ich über 25 bin konnten wir uns das Auto für 50 Dollar am Tag mieten und im Endeffekt mit Benzin kommen wir für den Ausflug auf ca 25 Dollar pro Person. Ein Auto zu mieten lohnt sich also wirklich im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln, vor allem wenn man in der Gruppe unterwegs ist. 

unser Ford Fusion Power trotz Atomatic
 
Heute ist Sonntag und ich habe endlich mal nix vor und gammele einfach nur in meinem Zimmer. Letzte Woche habe ich mir ein Zimmer in einem neu renovierten Haus hier in der Nähe angesehen und vorhin kam der Anruf, dass ich einziehen kann. Das heißt ich werde Mitte November umziehen und dann ein Haus mit 5 Leuten teilen. Das ist super vor allem weil ich dann endlich auch ein Wohnzimmer haben werde und somit Platz um Besuch zu bekommen. Außerdem wird mein Zimmer größer sein und die Küche und das Bad, überhaupt alles inklusive der Möbel ist nagelneu.
  


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das Eaton Centre

Blick in den Financial District

der Park bei meiner neuen Wohnung

Herbst in Toronto

kleine Fotosession in Stratford

immernoch in Stratford

wir haben hier ziemlich viele Fotos gemacht

GRand Bend Beach am Lake Huron

ach ja hab ne neuen Haarschnitt

bei einem Treffen mit internationalen Studenten haben wir Lara und ich mit unserem Kürbis nen Preis gewonnen

Thanksgiving

wir waren 18 Leute !!

Sidsel in ihrer Küche

ich bin hinterher fast geplatzt so voll war ich

mit Ivana und Sofia