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Montag, 21. Januar 2013

Merry Christmas

Schlittenfahrn
Ok nachdem Neujahr schon vorbei ist, ist das vielleicht nicht der passende Titel aber ich hab mich entschieden die vergangenen zwei Wochen in kleinere Häppchen aufzuteilen, damit ich diesen Post schon früher veröffentlichen kann. Die Woche vor Weihnachten war bei mir mehr los als ich ursprünglich erwartet hatte. Da Jakob, Sidsel und Maria aus ihren Einzimmerwohnungen in der Uni ausgezogen sind, haben sie mir endlos viel von ihrem Kram überlassen und folglich habe ich die Woche damit verbracht die Sachen bei mir unterzubringen. Natürlich habe ich nicht vor alles zu behalten, denn wer brauch schon 2 Bügeleisen, 4 Lampen diverse Pfannen und Töpfe sowie Teller, Tassen und Besteck in Mengen. Ich hab vor, die Sachen an andere Austauschstudenten weiter zu verschenken, die die Sachen brauchen können (Falls jemand aus Toront das hier liest meldet euch bei mir falls ihr was haben wollt!). Trotzdem erfreue ich mich jetzt an einer neuen Kaffemaschine und neuen Essensvorräten, sowie einem Bügeleisen und Bügelbrett.
Sidsel, Maria und Ivana PARTY
Am Freitag vor Weihnachten hab ich mir dann selber ein Geschenk gemacht und bin zu einer Aufführung des kanadischen Balletts vom Nussknacker gegangen. Der Nussknacker ist hier ziemlich bekannt und wird so gut wie jedes Jahr aufgeführt und die Musik läuft als Weihnachtsmusik in jedem Laden. Es war wirklich toll und es hat sich gelohnt etwas mehr Geld für einen besseren Sitzplatz auszugeben. Am selben Abend hab ich mich dann noch zum Abschied mit Sidsel, Jakob, Pablo, Melissa und Nora im Rhinos getroffen. Das ist inzwischen einer unserer liebsten Treffpunkte. Melissa und Nora werden noch ca 3 Monate in Toronto bleiben aber alle anderen sind inzwischen daheim oder auf Reisen bevor es nach Hause geht.
Treffunkt Küche
Chun-soo total GANGNAMStyle
Achso hab ja etwas total vergessen. Die Woche davor hatten George und ich eine riesen Party im Haus veranstaltet. Also eigentloch war es ja eine Party für Ivanas Geburtstag. Da sie im Studentenwohnheim wohnt hatte ich angeboten, dass sie doch bei mir feiern könnte. George meinte das sei eine gute Idee und bei der Gelegenheit könnte er doch auch gleich ein paar Freunde einladen und sozusagen Hauseinweihung feiern. Ja....gute Ideee.....Haha...das war vielleicht ne Party. Zu Beginn etwas schleppend aber dank Mike (ein Freund von George) als DJ und Marias Idee für ein kleines Partyspiel kam bald richtig Stimmung auf. Die zu Beginn 2 Partys (George und seine Freunde im Keller und wir im Wohnzimmer) verschmolzen irgenwann und bis um 5 Uhr morgens wurde durchgetanzt. Haha richtig verückt Chun-soo hat sogar zweimal eine Einlage vom Gangmanstyle getanzt. Das Motto für Ivanas Geburtstagsparty war übrigens Geek (könnte man mit Streber vergleichen triffts aber nicht ganz) und somit haben wir uns dementsprechend gekleidet. Ich denk mal was die Party angeht werde ich die Bilder für sich sprechen lassen.

Luke, Richard, Nora, Lisa, Sidsel, Cecilie, Petra, Floor ,Meliss ich und Santa
Also zurück zu Weihnachten. Wie schon im letzten Blog verraten war der Plan ja mit 10 Leuten ein Cottage in Blue Mountain (das größte Skigebiet in Ontario) zu mieten und demzufolge bin ich am 23. Dezember nach Blue Mountain gefahren. Das stellte sich mal wieder als komplizierter heraus als es sich anhört und für alle die den Blog tatsächlich lesen und nicht nur die Fotos anschaun werde ich doch gerne mal in allen Einzelheiten berichten.
warten am Ridgerunner
Nachricht von der Vermieterin
Da wir 10 Personen waren wollten wir mit zwei Mietwagen fahren (Blue Mountain ist etwa 2 Stunden von Toronto entfernt) und außerdem zeitlich versetzt weil Lisa erst Mittags aus Florida zurück war. Sidsels Auto sollte sich also um 10 Uhr am Flughafen treffen und mein Auto um 13 Uhr wegen Lisa. Da Cecilie (Dänin die gerade mal eine Woche vorher in Toronto angekommen war) das zweite Auto gemietet hatte sollte ich mich mit ihr bei der Autovermietung treffen um ihr etwas bei der Orientierung auf kanadischen Straßen und am Flughafen zu helfen. Wir kommen bei der Autovermietung an und müssen feststellen, das Sidsel das größere Auto und damit den größeren Kofferraum gewählt hatte und wir jetzt mit einem kleinen Kia dastanden. Dabei muss ich erwähnen, dass ich Sidsel morgens zur Autovermietung gefahren hatte und schon meinen Koffer mitgenommen hatte (der riesig war weil es direkt weitergehen sollte nach New York und weil ich in Kanada nur sehr große Koffer habe). Sidsel wusste also eigentlich, dass mein Koffer riesig war hatte aber anscheinend nicht weiter drüber nachgedacht und das größere Auto gewählt.
Wir haben ihn. Einen Weihnachtsbaum!
Tja wir fahren also zum Flughafen umd die anderen abzuholden und stehen letztendlich mit 3 großen und einem kleinen Koffer sowie kleinen Rucksäcken und 5 Leuten vor einem kleinen blauen Kia. Ok was soll man machen alle irgendwie rein gequetscht und Sachen auf den Schoß bloß ein Koffer passte einfach nicht. Letztendlich haben wir uns auf ein 2 Stunden lange Fahrt gemacht bei der ich im Schneidersitz auf dem Beifahrersitz saß und ein Koffer vor meiner Nase mit noch einem Rucksack drauf. Puuuh quetsch. Wir habens aber geschafft und waren froh als wir dann in Blue Mountain ankamen und uns ein nettes gemütliches Haus erwartete. Es lag sogar Schnee der zwei Tage vorher erst gefallen war, da es dieses Jahr anscheinend ungewöhnlich warm für die Zeit war.


Die andere Gruppe kam auch direkt vom Einkaufen zurück und da Sidsel und in Kochteams für jede Malzeit eingeteilt hatte konnte auch bald fröhlich gefuttert. werden. Zum abendessen gab es Milchreis von Sidsel und Cecilie. Anscheinend ist das was traditionel Dänisches und wird in der besonderen Variante mit Schlagsahne und Mandeln an Weihnachten gegessen. Den Abend verbrachten wir dann mit Brettspielen wie Monopolie und Siedler. Später in der Nacht sind Petra, Nora, Richard Luke und ich nochmal zu einem Nachtspaziergang aufgebrochen. Bei uns hinterm Haus gab es direkt einen Weg in den Wald und den wollten wir mal erkunden. Letztendlich verlief der Weg überwiegend paralell zu Hauptstraße aber hinter einer Reihe von Wohnhäusern. Auf der Anderen Seite der Straße war außerdem das Seeufer vom Lake Huron. Haha das war eini lustige Tour, denn Petra war der Meinung wir bräuchten unbedingt einen Weihnachtsbaum und nach wenigen Minuten hatte sie sich einen winzigen im Wald ausgesucht, den die Jungs einfach aus der Erde ziehen sollten. Hat natürlich nicht geklappt aber nach etwas Hin und Her hat Petra ihr Schweizer Taschenmesser gezückt und wir haben das Bäumchen tatsächlich 'gefällt'.
der Ridgerunner
Für die nächste Stunden haben wir dann Alufolien - Deko gebastelt und am nächsten morgen stand da ein Weihnachtsbaum neben dem Kamin.
Sidsel und ich am Wasaga Beach

Wasaga Beach
Bescherung
Petra und ich waren fürs Frühstück eingeteilt und da Sidsel für jeden Morgen abends Brötchenteig gemacht hat und wir außerdem Pfannkuchen machen sollten mussten Petra und ich wieder früh raus um die frischen Brötchen und Pfannkuchen auf den Tisch bringen. Dann zogen wir los zur Skipiste in Blue Mountain um im Infozentrum die nächsten Tage zu planen. Wie sich heraus stellen sollte war nicht genug Schnee gefallen um Schneeschuhwandern zu gehen und die Tobagogging Touren waren bereits ausgebucht. Also sind wir ne Runde Ridge Runner gefahren, so eine Art Sommerrodelnbahn nur viel Schneller und länger als was so kannte. Nach einer Runde durch das Örtchen Blue Mountain haben wir am Nachmittag dann eine kleine Schneewanderung auf einem Schneeschuhwanderweg gemacht. Der weg ging rund um einer noch nicht geöffnete Skipiste bis zur Spitze des Berges. Ehrlich gesagt auch wenn Blue Mountain das größte und bekannteste Skigebiet in Ontario ist, der Berg war eher ein Hügel und nicht mehr als z. B. die Wasserkuppe oder der Vogelsberg.
Abends wurden wir dann wieder lecker bekocht (diesmal gabs ein niederländisches Gericht) und danach waren wieder Brettspiel und vor allem Poker angesagt. Auf dem Heimweg hatte ich noch schnell bei Walmart ein Paar ' Arschrutscher ' besorgt damit wir am nächsten Tag rodeln gehen konnten. Nach einer längeren Diskussion beim Abendessen wann denn der richtige Zeitpunkt für die Bescherung sei (wir waren ja 4 Deutsche, 2 Däninen, 2 Niederländerinnen und 2 Australier) haben wir uns für den selben Abend entschieden. Jeder hatte ein kleines witziges Geschenk mitgebracht und nach dänischer Tradition haben wir uns dann die Geschenke erwürfelt. Haha da kamen die witzigsten Sachen bei raus. Ich bekam eine Hundedecke, Melissa ein Mini - Bowling- Set und Luke eine riesengroße rote Kochmütze.

Rodeln wohoo
Luke mit seiner Kochmütze
Die nächsten zwei Tage verbrachten wir dann mit Rodeln und Wandern, sowie einem Besuch beim eingefrorenen Wasaga Beach. Einige von uns verbrachten einen halben Tag im Spa während der Rest den Tag auf dem Sofa vorm Kamin verbrachte. Jeden Abend gab es spezielles Essen aus einem anderen Land und so hatten wir unsere eigene Art von Weihnachtvöllerei. Es gab natürlich auch eine Menge Plätzchen und Kuchen usw. denn jeder hatte was mitgebracht. Die deutsche Spezialität waren übrigen Käsespätzle, denn Nora, Petra und Lisa kommen aus Schwaben.

Lisa und Nora machen Spätzle
Am letzten Abend hörten wir, dass ein Schneesturm in Toronto wütete und, dass Ivana und Maria, die mit dem Bus nach New York fahren wollten in Toronto feststeckten, weil keine Busse fuhren. Nachts zog der Sturm dann in unsere Richtung und am nächsten Morgen um 7 Uhr mussten Luke Richard und ich erstmal die Einfahrt von nem halben hohem Schnee befreien, der über Nacht gefallen war. Aber wir kamen trotzdem gut weg und trotz eisiger Straße und Schneegestöber saßen wir Melissa, idsel und ich um 12 Uhr Mittags im Bus nach New York. Ivana und Maria hatten inzwischen ein Ticket für einen andern Bus aufgetrieben und sind dann zwei Stunden nach uns auch nach New York gefahren.