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direkt hinterm Kampus ist der Stadtrand |
Hallööchen im fernen Deutschland. Ja was gibt es heute zu berichten. Diese Woche habe ich nicht viel gemacht außer mich hier einzugewöhnen. Am Montag hatte ich ja bereits meinen Papierkram erledigt also blieb mir nix zu tun als Kleinigkeiten um mich häuslich niederzulassen. Ich werde erst im September anfangen zu arbeiten und am Montag treffe ich erst meinen Prof, so dass wirklich nicht viel zu tun ist.
Als erstes habe ich mir eine Handynummer und dazu ein neues Handy zugelegt. Da ich gerne einen besonders günstigen Tarif haben wollte war das gar nicht soo einfach. Mein europäisches Handy hat nämlich eine andere Sendefrequenz, als der Telefonanbieter für den ich mich entschieden habe. Das neue Handy hat mich zwar hundert Dollar gekostet, aber dafür spar ich Vergleich zu anderen Anbietern über 20 Dollar im Monat. Das heißt nach einem halben Jahr hab ich das wieder raus. Hier unterscheidet man übrigens nicht zwischen Handynummer und Festnetznummern. Man bekommt einfach eine Nr. mit regionaler Vorwahl. Das Handy hat auch Internet und so kann ich einfach mit Freunden in Deutschland über ein App schreiben.
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unterwegs in Downtown |
Meine Mitbewohner kenne ich inzwischen auch fast alle mit Namen (zumindest die die sich nicht nur in ihrem Zimmer verkriechen) und wir sind eine richtige kleine Gemeinschaft geworden. Nächsten Samstag, am Labour Day Wochenende (Tag der Arbeit am Montag, 3.Sept.) wollen wir eine kleine Party veranstalten und zusammen grillen. Jessia und Brittany (ein Pärchen) sind 19 und 21 und studieren hier an der York University Englisch bzw. Geschichte. Ali ist glaub ich 20 und studiert Finanzen auch hier an der Uni. Will (19) macht an nem College ne Ausbildung zu so ner Art Sozialarbeiter, Julia (19) mach für ein Jahr work and travel in Kanada, Zara arbeitet wie schon gesagt in ner Backfabrik und Andre versucht seine Musik zu verkaufen und hält sich solange mit Jobs über Wasser. Wir treffen uns meistens in der Küche und quatschen über alles mögliche
wie z. B. Vergleiche zwischen deutscher und kanadischer Gesellschaft und
Politik. Beliebtestes Thema sind aber die unsichtbaren Mitbewohner,
besonders einer der jetzt von Tam unserer Vermieterin aus dem Haus
geklagt werden muss. Jaja hier ist richtig was los.
Julia, Ali und ich sind am Donnerstag zu den Toronto Islands gefahren. Wir sind erst Nachmittags los mit dem Plan in einem Liquor Store (hier gibt es spezielle Läden in denen man nur Alkohol kaufen kann) ein paar Bier zu kaufen und die mit auf die Insel zu nehmen.
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Lawrence's Market |
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Straßenkünstler beim Buskerfest |
InDowntown auf dem Weg zu dem Store sind wir auf ein großes Festival gestoßen. Das Buskerfest ist das größte Festival für Straßenkünster in Kanada und dauert eine Woche an. Wir mittdendrin haben uns erstmal ein paar Churros (spanische Spezialität: was süßes Fettgebackenes) gegönnt und uns die Straßenkünstler angeschaut. Auf der Suche nach dem Liquor Store landeten wir außerdem im Lawrence Market, eine große Markhalle mit endlos vielen Ständen für Frischsachen, also Käse, Fleisch, Fisch und Gemüse. Julia und ich mussten uns gleich mal umsehen, denn Käse ist hier total teuer außer man nimmt Cheddar oder Mozarella (aber in fester Form). Zum Vergleich eine frische Kugel Mozarella kostet hier ca 4 Dollar. Mozzarella mit Tomaten wirds also nur zu besonderen Gelegenheiten geben :-(. Haben dann aber in dem Market doch nichts gekauft weil wir es nicht den ganzen Tag mit rumschleppen wollten.
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Julia und ich auf Toroto Island |
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wir tranken kanadischen Cidre |
Auf Centre Toronto Island kamen wir dann erst so gegen 18 Uhr an. Die
Toronto Islands liegen vor Toronto im Ontario See und sind mit der Fähre
in 20 Minuten zu erreichen. Es gibt sogar einen Flughafen auf einer der
Inseln. Central Island ist so ne Art Vergnügungspark mit
Fahrgeschäften, die auf einem riesigen Parkgelände verstreut sind. Wir
haben uns nur in der Nähe der Fährstation mit Blick auf Toronto
aufgehalten und daher keins der Fahrgeschäfte gesehen. Mit Pizza, Bier
und kanaischen Cidre haben wir es uns dann am Ufer gemütlich gemacht und
den Sonnenuntergang und vorallem die Skyline angesehen. Haben erst die
letzten Fähre zurück genommen und waren dann erst um 2 Uhr morgens
daheim.
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Jessia beim Messerkauf im Ikea |
Amnächsten Tag bin ich mit Jessia und Brittany zu Ikea gefahren. Brittany war noch nie bei Ikea gewesen und total begeistert. Ikea war total notwendig, weil ich unbedingt Stauraum in meinem Zimmer brauchte. Der offene Koffer war einfach zu groß für das kleine Zimmer. Die neuen Hängeschränke passen auch perfekt bei mir rein und die meisten Klamotten hab ich unter. Außerdem ist auch Platz für Kleinkram usw. Mein Zimmer ist inzwischen annehmbar wohnlich auch dank neuem Aktenschränkchen unterm Tisch und Fotos am Kühlschrank.
Gestern haben wir drei und Julia und Will auf der Terrasse vor meinem Zimmer zusammengesessen. Wir hatten extra noch Karten und Würfel gekauft für Gesellschaftsspiele. Letztendlich haben wir aber nur Spiele gespielt, die ich kannte wie Mäxchen oder MauMau weil außer Poker hier derartige Spiele anscheinend nicht sehr populär sind und keiner welche kannte außer mir. Romme oder so kennt also keiner.
Heute hab ich das erste mal mein Wäsche mit der Waschmaschine im Keller gewaschen. Man muss 2 Dollar einwerfen und schon gehts los. Außerdem gibt es einen Trockner der quasi genauso funktioniert. Kleingeld rein und schon ist er an. Jaaa nur ich habs mal wieder nicht gerafft und die erste Runde ging schief. Beim zweiten Versuch bemerkte ich, dass man ja auch noch START drücken muss beim Trockner damit er läuft. Also der Trockner lief ich hol die Wäsche raus ... hm... immernoch ein bisschen feucht. HAHA das war echt Pech denn für meinen zweiten Versuch hatte ich schon das passende Kleingeld im Haus gesammelt d.h. für einen weiteren Durchgang gabs einfach nicht das passende Kleingeld. Im ganzen Haus nicht!!! Also was tun, ich ganz pragmatisch hab ja ne Terrasse, also alles raus. Es ist aber zu windig um die Sachen einfach übers Geländer zu hängen. Zum Glück haben wir an die 30 Grad, also hab ich die Sachen einfach auf dem Boden verteilt. So werden sie hoffentlich trocknen.
Mal sehen was die nächste Woche so bringt. Ich hoffe, dass ich morgen meinen Prof treffe, um alles besprechen zu können. Leider verlief sein Umzug scheinbar nicht so gut wie meiner, weshalb er sich nicht auf einen festen Treffpunkt mit mir verabreden wollte. Am Mittwoch bin ich außerdem für einen Einführungstag an der Uni angemeldet. Mal schauen was wir da so machen. Ansonsten werde ich mir wahrscheinlich mit Brittany,Jessia und Julia ein Freilichtmuseum in der Nähe anschaun.
Ich werde in Zukunft versuchen etwa einmal in der Woche zu bloggen, wahrscheinlich am Wochenende. Unten findet ihr wieder ein paar Fotos, die einfach nicht in den Text gepasst haben.
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Hobby Basballer im Park auf Toronto Island |
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Auf der Fähre mit Blick auf die Stadt |
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Die Skyline von Toronto |
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kurz nach Sonnenuntergang |
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es ist wirklich beeindruckend |
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bei Nacht |
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ich war wirklich dort! |
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mein Schreibtisch mit neuem Aktenschränkchen (links) |
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mein improvisierter Kleiderschrank alles andere ist unterm Bett |
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Kühlschrank und Bett mehr is nicht drin in meinem Zimmer |