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bei der Dachterrassenparty |
Am Montag hab ich mich
endlich mit meinem Supervisor Christian Haas getroffen. Wir haben uns super
verstanden und erstmal Geschichten ausgetauscht über unseren Umzug nach
Toronto. Er hat vorher in Edminton gewohnt und ist mit seiner Frau und seinen
drei Kindern (11, 15, 18 Jahre) mit dem Auto auf einem 12 Tage langem Trip nach
Toronto gezogen. Sie haben hier ein Haus gekauft und ihr altes in Edminton
verkauft. Die Lage zur Uni ist aber etwas ungünstigt, da man von seinem Haus zur
Uni 50 Minuten braucht, obwohl er zwischen Innenstadt und Uni wohnt. JA eines der
größten Themen ist hier immer wo jemand wohnt und wie teuer die Miete ist. Ein
Student der in Downtown wohnt wird generell immer beneidet auch wenn er dann ne
Stunde braucht um in die Uni zu fahren. Dennoch bin ich erstmal damit zufrieden
bei der Uni zu wohnen. Die Miete ist so günstig, dass ich billiger wegkomme,
auch wenn ich mir ne Monatskarte für 100 Dollar kaufe (die ist hier nicht im
Studentenausweis mit drin auch wenn ich pro Semester 4000 Dollar
Studiengebühren zahle).
Ich werde ein Büro
bekommen, dass wohl eigentlich kein Büro ist sondern ein Labor. Das zweitgrößte
Labor im Gebäude. Es hat leider kein Fenster und zurzeit noch schwarze Wände,
aber Christian meint wir werden es erst renovieren und dann als unser neues
Labor einrichten. Ich darf dann mitbestimmen wie es eingerichtet wird. Ich
könnte auch statt im Labor in ein Büro mit anderen PhDs aber dann wären das ein
4-5 Mann Büro und wahrscheinlich sehr klein. Dann bevorzuge ich doch das
renovierte nach meinen Wünschen eingerichtete Labor ;-). Ich werde voraussichtlich
diese Woche mit Chrisian nach Calgary fliegen zu einem Gerätetest, er weiß aber
noch nicht wann, weil das Flugzeug und der Sensor gerade für den Test
vorbereitet werden und er nicht weiß wann sie soweit sind dass es sich für uns
lohnt zu kommen. Wenn ich Pech habe verpasse ich dann Paula und Eike die
nächste Woche in Toronto sein werden.
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unterwegs mit internationalen Sudenten |
Am Mittwoch war
Orientation Day für internationale Studenten an der Uni. Das war nicht nur gut
um Leute kennenzulernen, sondern auch für jegliche Form von Info die man sich
vorstellen kann. An diesem Tag hab ich ziemlich viele deutsche
Austauschstudenten kennengelernt, aber auch Dänen, Spanier, Australier Kroaten,
Chinesen, Amerikaner, Franzosen, Engländer usw. Die Deutschen waren aber eine
der größeren Gruppen.
Am Donnerstag habe ich
mir ein Auto gemietet und bin nach Niagara Falls gefahren um mein Study Permit an
der Grenze zu bekommen. Ursprünglich wollten drei meiner Mitbewohner mitkommen
aber Mittwochabend haben alle abgesagt weil sie lieber arbeiten wollten. Ich
bin also allein gefahren, weil ich unbedingt mein Study Permit brauchte um meine
Sozialversicherungsnummer beantragen zu können. Ohne die gibt es nämlich keinen
Arbeitsvertrag für mich und somit auch kein Gehalt. Da ich nicht wusste, wann
ich diese Woche nach Calgary fliege und wie lange ich dort bleibe, war es also
wichtig das am Donnerstag zu erledigen. Zumal Samstag bis einschließlich heute
Labour Day gefeiert wird und dann die Wartezeiten an der Grenze endlos sind. Ich
also nach Niagara Falls gefahren über die Rainbow Brücke in die USA und direkt
wieder zurück nach Kanada um bei der Einreise meine Studienerlaubnis
ausgehändigt zu bekommen. JAAA das wäre ja mal wieder zu einfach gewesen. Ich
hatte den Brief von Einwanderungsbehörde dabei aber keinen Brief von der Uni,
dass ich angenommen bin. Bin nicht davon ausgegangen, dass ich den brauche,
weil ich ja alle notwendigen Unterlagen auf den Server der Behörde hochgeladen
hatte.
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Rainbowbridge; Grenzübergang USA |
Oh man also ohne
Studienerlaubnis nach zwei Stunden in der Grenzkontrolle wieder nach Kanada
eingereist. Erstmal habe ich dann versucht ein Internetkaffe oder so zu finden
um die Unterlagen auszudrucken, aber das hat nicht funktioniert. Dann war die Frage
für mich: schau ich mir jetzt die Wasserfälle an oder fahr ich noch mal zurück
nach Toronto (1:45h) und hol die notwendigen Unterlagen und fahr wieder her. Ich
hatte ja meine Gründe an dem Tag gefahren zu sein und außerdem sagte mir ein
kurzer Blick auf die Wasserfälle, dass ich nur so stock sauer war über die
Situation, dass ich jetzt unmöglich Sightseeing machen kann. Also ich wieder
zurück nach Toronto gefahren, (noch ne viertel Stunde im Stau gestanden) um die
Unterlagen zu holen. Erst um 5 Uhr nachmittags machte ich mich wieder auf den
Weg nach Niagara Falls, diesmal mit etwas besserer Stimmung, weil Julia
inzwischen von der Arbeit zurück war und mitgekommen ist.
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Julia und ich in Niagara Falls |
In Niagara Falls hab
ich Julia dann auf der Rainbow Bridge
rausgelassen und erneut die amerikanische und die kanadische Grenze überquert. Diesmal
dauert es nur etwas über eine Stunde und endlich hatte ich meine
Studienerlaubnis. Hab mich dann mit Julia im Hard Rock Cafe getroffen und wir
haben uns dann zusammen Niagara Falls bei Nacht angeschaut.
Julia hatte in der Zeit
ihre eigenen Erfahrungen mit der amerikanischen Grenzpolizei gemacht. Es ist
anscheinend nicht erlaubt einfach auf der Reinbowbridge aus dem Auto zu steigen
und auf der Brücke spazieren zu gehen (es gab einen Bürgersteig auf dem Leute
spazieren gingen also haben wir uns nicht dabei gedacht). Kurz nachdem ich sie
abgesetzt hatte wurde sie von 6-7 Grenzbeamten in voller Montur umringt. Sie
haben sie kontrollier tauf Drogen und gefragt was sie vorhat, denn anscheinend
nutzen Leute diese Stelle um sich für Selbstmord von der Brücke zu stürzen. Sie
wurde abgeführt und musste dann erstmal in der Grenzkontrolle warten bis man
anscheinend ihre Geschichte mit meinen Angaben verglichen hatte. Ich hab von
alldem nichts mitbekommen und mich nur gewundert warum der Grenzbeamte so genau
wegen meiner Mitfahrer nachgefragt hatte. HAHA naja Julia hatte also auch ein Grenzerlebnis.
Genaueres dazu könnt ihr in ihrem Blog nachlesen unter: http://juliagoestoca.blogspot.ca/
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Niagara Fälle bei Nacht |
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Niagara Fälle |
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Falls Avenue |
Die Wasserfälle werden
nachts von riesigen Scheinwerfern beleuchtet und sind somit auch im Dunkeln ein
super Anblick. Außerdem ist Niagara
Falls voll auf Touristen ausgerichtet und somit gibt es unendlich viele
Attraktionen, Casinos und alles möglich zu essen. Wir haben noch drei Stunden
dort verbracht und sind dann erst um Mitternacht wieder heim gefahren.
Am nächsten Tag habe ich
dann den ganzen ausstehenden Papierkram erledigt. Hab jetzt eine
Sozialversicherungsnummer, einen Arbeitsvertrag und inzwischen auch einen TA (Teaching
Assistant) – Kurs. Als TA muss ich dieses Semester nur benoten und somit keinen
Kurs leiten oder ähnliches. Das ist gut, weil dann meine TA-Aufgaben nicht mit
meinem Calgary Trip kollidieren.
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internationale Studenen am Aussichtspunkt auf Centre Island |
Samstag war ich auf einem
Ausflug für international Studenten. Wir waren auf Centre Island und haben so
ne Art Picknick dort gemacht. Hab also endlich mal die Insel bei Tageslicht
erkundet. Es ist wirklich ein riesengroßer Park. Es gibt einige Fahrgeschäfte,
sowie einen Fahrradverleih und Bootsverleih auf der Insel. Außerdem sird die
Seite zum Lake Ontarion von Stränden bestimmt. Ich war mit einer Kleineren
Gruppe unterwegs, die diesmal von Dänen dominiert wurde (wir waren etwa 10
Leute und 4 davon Dänen). Endlich mal Leute, die in etwa in meinem Alter sind.
Sind dann nachmittags noch in die Stadt gefahren und haben in einem eigentlich
asiatischen Restaurant verschiedene kanadische Biersorten probiert.

Das Lokal war direkt
gegenüber von Honest Ed’s, einem großen Discount Laden in dem man alles
bekommt. Ich bin zusammen mit Sidsel (dänische Austauschstudentin, 24) schnell
noch rein und hab endlich günstige und Back-Springformen gekauft. Die hatte ich
schon ne Weile gesucht weil ich immer nur so Brownie oder Tarte.-Formen finden
konnte. In Honest Ed’s findet man wirklich alles und es ist echt viel billiger
als in nem normalen Supermarkt. Denke da werde ich noch öfter vorbei schaun.
Der beste Werbespruch von Honest Ed’s: Honest Ed’s it’s fort he Birds: CHEAP
CHEAP CHEAP. HAHA echt zutreffend.
Kaum daheim angekommen
hat Sidsel auch schon gefragt ob ich noch aufn Drink bei ihr vorbeikommen will.
Sie hat fast ein Appartment im Studentenwohnheim mit Küche, Bad kleinem
Lagerraum, Kleiderschrank und einem Schlafsofa mit Tisch. Denke da werden wir
uns noch öfter treffen. Heute abend treffen wir uns wieder bei Hoops, eine Sports
Bar in der Nähe der Uni.
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Aussicht von der Dachterrasse |
Gestern war ich bei einem
Fußballspiel von der Uni Mannschaft zuschauen. Es war kostenlos also bin ich
einfach mal hin. Hab in der Halbzeitpause bei einem kleinen Wettkampf einen
Rucksack von Addidas gewonnen. Es gibt hier nicht wirklich ein Ligasystem wie
in Deutschland für die Frauen also sind Spielerinnen auf die Uni Mannschaft
angewiesen. Ich wird auf keinem Fall diesem Team beitreten, dann müsste ich
wieder ständig trainieren und so und darauf hab ich keine Lust. Vielleicht
probiere ich irgendeinen anderen Sport in einer Hobbymannschaft. mal sehen. Hab
mich dann noch mit Leo, einem deutschen Austauschstudenten (22) getroffen und
wir sind zusammen zu einer kleinen Party in der Innsenstadt gefahren, zu der
wir eingeladen waren. Es war auf einer Dachterrasse eines Hochhauses dierekt an
der Harbour Front mit unglaublichem Blick auf die Skyline. Eingeladen hatte
Tobias ein Deutscher Austauschstudent, der bei Ian (ein Schotte) Couchsurfing
gemacht hatte. Wir waren nur eine kleine Runde weil die Party von 12 Uhr
mittags bis 12 Uhr nachts gehen sollte und ständig Leute kamen oder gingen. Die
Party war zwar klein aber ich hab wieder ein paar Leute kennengelernt und die
Aussicht war einfach unglaublich. Wird mir das Wohnhaus merken und mich mit
jedem der mich besuchen kommt auf die Terrasse schmuggeln nur für die Aussicht,
die man dort hat.
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Petra und der Sonnenuntergang von der Dachterrasse aus |
Soweit erstmal zu meiner
letzten Woche. Ich hab mich hier inzwischen etwas eingelebt und werde auch
erstmal nicht umziehen sonder ein paar Monate in meinem Zimmer bleiben. Meine
Mitbewohner sind nett und vor allem ordentlich und das ist hier schon viel
wert. Außerdem ist meine Miete ungewöhnlich günstig für hiesige Verhältnisse.
Toronto ist einfach teuer und dann spare ich lieber an den Kosten für mein
Zimmer. Diese Woche hab ich jeden Tag mindestens einen Bagel gegessen. Brittany arbeitet bei Canaidian Bagel und wenn sie den Laden schließt kann sie die übrigen Bagel mitnehmen. Da auch Essen hier ziemlich teuer ist habe ich das ausführlich genutzt. Sie hängen mir trotzdem noch nichht zum Hals raus, weil sie besser sind als das Brot, das man hier kaufen kann.
Da ich diese Woche nach
Calgary fahre weiß ich noh nicht wann ich wieder Zeit haben werde zum bloggen. Dann
habe ich bestimmt viel zu berichten bis dahin SEE YA.
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Centre Island am Strand |
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Der zweitälteste Leuchtturm Kanadas am Hanlan's Point |
Ein paar Eindrücke von der Rooftop Aussicht:
Eindrücke von dem Niagara Falls Trip:
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Benzinpreise hier |
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Roadtrip |
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Falls Avenue |
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Julia und ich im 4D Adventure Ride |
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Falls Avenue |