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Dienstag, 4. September 2012

Bagel Week



bei der Dachterrassenparty
Am Montag hab ich mich endlich mit meinem Supervisor Christian Haas getroffen. Wir haben uns super verstanden und erstmal Geschichten ausgetauscht über unseren Umzug nach Toronto. Er hat vorher in Edminton gewohnt und ist mit seiner Frau und seinen drei Kindern (11, 15, 18 Jahre) mit dem Auto auf einem 12 Tage langem Trip nach Toronto gezogen. Sie haben hier ein Haus gekauft und ihr altes in Edminton verkauft. Die Lage zur Uni ist aber etwas ungünstigt, da man von seinem Haus zur Uni 50 Minuten braucht, obwohl er zwischen Innenstadt und Uni wohnt. JA eines der größten Themen ist hier immer wo jemand wohnt und wie teuer die Miete ist. Ein Student der in Downtown wohnt wird generell immer beneidet auch wenn er dann ne Stunde braucht um in die Uni zu fahren. Dennoch bin ich erstmal damit zufrieden bei der Uni zu wohnen. Die Miete ist so günstig, dass ich billiger wegkomme, auch wenn ich mir ne Monatskarte für 100 Dollar kaufe (die ist hier nicht im Studentenausweis mit drin auch wenn ich pro Semester 4000 Dollar Studiengebühren zahle).
Ich werde ein Büro bekommen, dass wohl eigentlich kein Büro ist sondern ein Labor. Das zweitgrößte Labor im Gebäude. Es hat leider kein Fenster und zurzeit noch schwarze Wände, aber Christian meint wir werden es erst renovieren und dann als unser neues Labor einrichten. Ich darf dann mitbestimmen wie es eingerichtet wird. Ich könnte auch statt im Labor in ein Büro mit anderen PhDs aber dann wären das ein 4-5 Mann Büro und wahrscheinlich sehr klein. Dann bevorzuge ich doch das renovierte nach meinen Wünschen eingerichtete Labor ;-). Ich werde voraussichtlich diese Woche mit Chrisian nach Calgary fliegen zu einem Gerätetest, er weiß aber noch nicht wann, weil das Flugzeug und der Sensor gerade für den Test vorbereitet werden und er nicht weiß wann sie soweit sind dass es sich für uns lohnt zu kommen. Wenn ich Pech habe verpasse ich dann Paula und Eike die nächste Woche in Toronto sein werden.


unterwegs mit internationalen Sudenten
Am Mittwoch war Orientation Day für internationale Studenten an der Uni. Das war nicht nur gut um Leute kennenzulernen, sondern auch für jegliche Form von Info die man sich vorstellen kann. An diesem Tag hab ich ziemlich viele deutsche Austauschstudenten kennengelernt, aber auch Dänen, Spanier, Australier Kroaten, Chinesen, Amerikaner, Franzosen, Engländer usw. Die Deutschen waren aber eine der größeren Gruppen. 

 
Am Donnerstag habe ich mir ein Auto gemietet und bin nach Niagara Falls gefahren um mein Study Permit an der Grenze zu bekommen. Ursprünglich wollten drei meiner Mitbewohner mitkommen aber Mittwochabend haben alle abgesagt weil sie lieber arbeiten wollten. Ich bin also allein gefahren, weil ich unbedingt mein Study Permit brauchte um meine Sozialversicherungsnummer beantragen zu können. Ohne die gibt es nämlich keinen Arbeitsvertrag für mich und somit auch kein Gehalt. Da ich nicht wusste, wann ich diese Woche nach Calgary fliege und wie lange ich dort bleibe, war es also wichtig das am Donnerstag zu erledigen. Zumal Samstag bis einschließlich heute Labour Day gefeiert wird und dann die Wartezeiten an der Grenze endlos sind. Ich also nach Niagara Falls gefahren über die Rainbow Brücke in die USA und direkt wieder zurück nach Kanada um bei der Einreise meine Studienerlaubnis ausgehändigt zu bekommen. JAAA das wäre ja mal wieder zu einfach gewesen. Ich hatte den Brief von Einwanderungsbehörde dabei aber keinen Brief von der Uni, dass ich angenommen bin. Bin nicht davon ausgegangen, dass ich den brauche, weil ich ja alle notwendigen Unterlagen auf den Server der Behörde hochgeladen hatte.
Rainbowbridge; Grenzübergang USA
Oh man also ohne Studienerlaubnis nach zwei Stunden in der Grenzkontrolle wieder nach Kanada eingereist. Erstmal habe ich dann versucht ein Internetkaffe oder so zu finden um die Unterlagen auszudrucken, aber das hat nicht funktioniert. Dann war die Frage für mich: schau ich mir jetzt die Wasserfälle an oder fahr ich noch mal zurück nach Toronto (1:45h) und hol die notwendigen Unterlagen und fahr wieder her. Ich hatte ja meine Gründe an dem Tag gefahren zu sein und außerdem sagte mir ein kurzer Blick auf die Wasserfälle, dass ich nur so stock sauer war über die Situation, dass ich jetzt unmöglich Sightseeing machen kann. Also ich wieder zurück nach Toronto gefahren, (noch ne viertel Stunde im Stau gestanden) um die Unterlagen zu holen. Erst um 5 Uhr nachmittags machte ich mich wieder auf den Weg nach Niagara Falls, diesmal mit etwas besserer Stimmung, weil Julia inzwischen von der Arbeit zurück war und mitgekommen ist.
Julia und ich in Niagara Falls
In Niagara Falls hab ich  Julia dann auf der Rainbow Bridge rausgelassen und erneut die amerikanische und die kanadische Grenze überquert. Diesmal dauert es nur etwas über eine Stunde und endlich hatte ich meine Studienerlaubnis. Hab mich dann mit Julia im Hard Rock Cafe getroffen und wir haben uns dann zusammen Niagara Falls bei Nacht angeschaut.
Julia hatte in der Zeit ihre eigenen Erfahrungen mit der amerikanischen Grenzpolizei gemacht. Es ist anscheinend nicht erlaubt einfach auf der Reinbowbridge aus dem Auto zu steigen und auf der Brücke spazieren zu gehen (es gab einen Bürgersteig auf dem Leute spazieren gingen also haben wir uns nicht dabei gedacht). Kurz nachdem ich sie abgesetzt hatte wurde sie von 6-7 Grenzbeamten in voller Montur umringt. Sie haben sie kontrollier tauf Drogen und gefragt was sie vorhat, denn anscheinend nutzen Leute diese Stelle um sich für Selbstmord von der Brücke zu stürzen. Sie wurde abgeführt und musste dann erstmal in der Grenzkontrolle warten bis man anscheinend ihre Geschichte mit meinen Angaben verglichen hatte. Ich hab von alldem nichts mitbekommen und mich nur gewundert warum der Grenzbeamte so genau wegen meiner Mitfahrer nachgefragt hatte. HAHA naja Julia hatte also auch ein Grenzerlebnis. Genaueres dazu könnt ihr in ihrem Blog nachlesen unter: http://juliagoestoca.blogspot.ca/

Niagara Fälle bei Nacht

Niagara Fälle



Falls Avenue
Die Wasserfälle werden nachts von riesigen Scheinwerfern beleuchtet und sind somit auch im Dunkeln ein super Anblick.  Außerdem ist Niagara Falls voll auf Touristen ausgerichtet und somit gibt es unendlich viele Attraktionen, Casinos und alles möglich zu essen. Wir haben noch drei Stunden dort verbracht und sind dann erst um Mitternacht wieder heim gefahren.

Am nächsten Tag habe ich dann den ganzen ausstehenden Papierkram erledigt. Hab jetzt eine Sozialversicherungsnummer, einen Arbeitsvertrag und inzwischen auch einen TA (Teaching Assistant) – Kurs. Als TA muss ich dieses Semester nur benoten und somit keinen Kurs leiten oder ähnliches. Das ist gut, weil dann meine TA-Aufgaben nicht mit meinem Calgary Trip kollidieren.
internationale Studenen am Aussichtspunkt auf Centre Island
Samstag war ich auf einem Ausflug für international Studenten. Wir waren auf Centre Island und haben so ne Art Picknick dort gemacht. Hab also endlich mal die Insel bei Tageslicht erkundet. Es ist wirklich ein riesengroßer Park. Es gibt einige Fahrgeschäfte, sowie einen Fahrradverleih und Bootsverleih auf der Insel. Außerdem sird die Seite zum Lake Ontarion von Stränden bestimmt. Ich war mit einer Kleineren Gruppe unterwegs, die diesmal von Dänen dominiert wurde (wir waren etwa 10 Leute und 4 davon Dänen). Endlich mal Leute, die in etwa in meinem Alter sind. Sind dann nachmittags noch in die Stadt gefahren und haben in einem eigentlich asiatischen Restaurant verschiedene kanadische Biersorten probiert.
 Das Lokal war direkt gegenüber von Honest Ed’s, einem großen Discount Laden in dem man alles bekommt. Ich bin zusammen mit Sidsel (dänische Austauschstudentin, 24) schnell noch rein und hab endlich günstige und Back-Springformen gekauft. Die hatte ich schon ne Weile gesucht weil ich immer nur so Brownie oder Tarte.-Formen finden konnte. In Honest Ed’s findet man wirklich alles und es ist echt viel billiger als in nem normalen Supermarkt. Denke da werde ich noch öfter vorbei schaun. Der beste Werbespruch von Honest Ed’s: Honest Ed’s it’s fort he Birds: CHEAP CHEAP CHEAP. HAHA echt zutreffend.
Kaum daheim angekommen hat Sidsel auch schon gefragt ob ich noch aufn Drink bei ihr vorbeikommen will. Sie hat fast ein Appartment im Studentenwohnheim mit Küche, Bad kleinem Lagerraum, Kleiderschrank und einem Schlafsofa mit Tisch. Denke da werden wir uns noch öfter treffen. Heute abend treffen wir uns wieder bei Hoops, eine Sports Bar in der Nähe der Uni.
Aussicht von der Dachterrasse

Gestern war ich bei einem Fußballspiel von der Uni Mannschaft zuschauen. Es war kostenlos also bin ich einfach mal hin. Hab in der Halbzeitpause bei einem kleinen Wettkampf einen Rucksack von Addidas gewonnen. Es gibt hier nicht wirklich ein Ligasystem wie in Deutschland für die Frauen also sind Spielerinnen auf die Uni Mannschaft angewiesen. Ich wird auf keinem Fall diesem Team beitreten, dann müsste ich wieder ständig trainieren und so und darauf hab ich keine Lust. Vielleicht probiere ich irgendeinen anderen Sport in einer Hobbymannschaft. mal sehen. Hab mich dann noch mit Leo, einem deutschen Austauschstudenten (22) getroffen und wir sind zusammen zu einer kleinen Party in der Innsenstadt gefahren, zu der wir eingeladen waren. Es war auf einer Dachterrasse eines Hochhauses dierekt an der Harbour Front mit unglaublichem Blick auf die Skyline. Eingeladen hatte Tobias ein Deutscher Austauschstudent, der bei Ian (ein Schotte) Couchsurfing gemacht hatte. Wir waren nur eine kleine Runde weil die Party von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts gehen sollte und ständig Leute kamen oder gingen. Die Party war zwar klein aber ich hab wieder ein paar Leute kennengelernt und die Aussicht war einfach unglaublich. Wird mir das Wohnhaus merken und mich mit jedem der mich besuchen kommt auf die Terrasse schmuggeln nur für die Aussicht, die man dort hat.
Petra und der Sonnenuntergang von der Dachterrasse aus
Soweit erstmal zu meiner letzten Woche. Ich hab mich hier inzwischen etwas eingelebt und werde auch erstmal nicht umziehen sonder ein paar Monate in meinem Zimmer bleiben. Meine Mitbewohner sind nett und vor allem ordentlich und das ist hier schon viel wert. Außerdem ist meine Miete ungewöhnlich günstig für hiesige Verhältnisse. Toronto ist einfach teuer und dann spare ich lieber an den Kosten für mein Zimmer. Diese Woche hab ich jeden Tag mindestens einen Bagel gegessen. Brittany arbeitet bei Canaidian Bagel und wenn sie den Laden schließt kann sie die übrigen Bagel mitnehmen. Da auch Essen hier ziemlich teuer ist habe ich das ausführlich genutzt. Sie hängen mir trotzdem noch nichht zum Hals raus, weil sie besser sind als das Brot, das man hier kaufen kann.
Da ich diese Woche nach Calgary fahre weiß ich noh nicht wann ich wieder Zeit haben werde zum bloggen. Dann habe ich bestimmt viel zu berichten bis dahin SEE YA.

Centre Island am Strand

Der zweitälteste Leuchtturm Kanadas am Hanlan's Point

 Ein paar Eindrücke von der Rooftop Aussicht:









Eindrücke von dem Niagara Falls Trip:
Benzinpreise hier

Roadtrip

Falls Avenue

Julia und ich im 4D Adventure Ride

Falls Avenue
 

2 Kommentare:

  1. @Angie: you should come visit me one day

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  2. Ich hab Google Translator hinzugefügt. Ich wäre allen Deutschen die etwas Zeit haben dankbar wenn sie mir bei meiner englischen Übersetzung helfen würden weil es schon 3 Stunden dauert nen Blogeintrag zu schreiben. Also jeder Satz den ihr übersetzt hilft mir weiter. Danke Leute

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